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(de) Germany, Karlsruhe, ANIKA: Fünf Jahre nach den Aufständen in Belarus - Solidarität mit den politisch Verfolgten! (ca, en, it, pt, tr)[maschinelle Übersetzung]

Date Tue, 23 Sep 2025 09:11:08 +0300


Zum 5. Jahrestag der Aufstände in Belarus haben wir an verschiedenen Orten in Karlsruhe Banner aufgehangen, um auf das Thema, die politischen Gefangenen, die Aussetzung der humanitären Aufnahmeprogramme aufmerksam zu machen und unsere Solidarität mit der belarussischen Opposition und den Inhaftierten zu zeigen. ---- Am 9. August 2020 begannen die Aufstände nach einer gefälschten Präsidentschaftswahl in Belarus. In den folgenden Wochen protestierten hunderttausende gegen den "Letzten Diktator Europas" Lukaschenko. Der Machthaber reagierte mit äußerster Härte, bis hin zum Schusswaffengebrauch und dem Einsatz des Militärs, auf die Proteste. Zehntausende wurden verhaftet, gefoltert, missbraucht. Hunderttausende haben das Land verlassen, sechs Menschen sind im Zuge der brutalen Niederschlagung gestorben.

Eine besondere Bedeutung wird der Rolle von Frauen im Zuge der Proteste zugeordnet. In der ersten Zeit waren sie weniger von Polizeigewalt betroffen und konnten anderen Protestierenden Schutz bieten. Im Laufe der Proteste und mit zunehmendem politischen Einfluss änderte sich ihre Situation. Neben den bekannten Repressionsarten wurden sie mit sexueller Gewalt und dem Entzug ihrer Kinder konfrontiert.

Ein weiterer wichtiger Pfeiler des Machtsystems Lukaschenkos ist die Unterdrückung freier Berichterstattung. Während den Protesten wurden unzählige Journalist:innen verhaftet. Eine freie Presse ist quasi nicht existent. NGOs, Gewerkschaften und oppositionelle Gruppierungen werden verboten oder juristisch eingeschränkt, Minderheiten sind in höchstem Maße von Diskriminierung und Repression betroffen.

Fünf Jahre nach den Aufständen ist Lukaschenko noch immer an der Macht. Es ist eher ruhig geworden um die Opposition in Belarus. Diese organisiert sich hauptsächlich in der Diaspora. Noch immer befinden sich mehr als tausend Oppositionelle in Haft, in Arbeitslagern. Betroffen und bedroht von Folter und Misshandlung.

Der "Westen", den Lukaschenko für die Aufstände verantwortlich machte reagierte mit unterschiedlichsten Sanktionen, welche mit der belarussischen Beteiligung am Angriff auf die Ukraine nochmals ausgeweitet wurden.

Durch die Freilassung einiger Oppositioneller in den letzten Wochen erhofft sich Lukaschenko offenbar eine Lockerung der Sanktionen und eine "Normalisierung" außenpolitischer Beziehungen.

Die deutsche Regierung, allen voran Innenminister Dobrindt hat alle humanitären Aufnahmeprogramme außer Kraft gesetzt. Diese Entscheidung trifft alle, die in ihren Herkunftsländern politisch verfolgt werden. So auch oppositionelle aus Belarus.

Auch wenn es um die Opposition in Belarus aktuell eher still geworden ist, diese sich hauptsächlich in der Diaspora organisiert und Lukaschenkos Macht gefestigter denn je erscheint, dürfen wir all jene nicht vergessen, die sich noch immer in den Haftanstalten und Arbeitslagern befinden. Die humanitären Aufnahmeprogramme für politisch verfolgte müssen umgehend wieder aufgenommen werden und der politische und wirtschaftliche Druck auf den "letzten Diktator Europas" muss aufrechterhalten und erhöht werden.

Für die Wiederaufnahme der humanitären Aufnahmeprogramme!
Solidarität mit den Inhaftierten und der Opposition in Belarus und der Diaspora!
Gegen die Diktatur - für ein Leben in Freiheit!

https://anika.noblogs.org/2025/08/11/fuenf-jahre-nach-den-aufstaenden-in-belarus-solidaritaet-mit-den-politisch-verfolgten/
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