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(de) UK, ACG, Die anarchistischen Ursprünge des 1. Mai (ca, en, it, fr, pt, tr)[maschinelle Übersetzung]

Date Sun, 7 Jun 2026 07:46:59 +0300


"Der 1. Mai ist das Symbol einer neuen Ära im Leben und Kampf der Werktätigen, einer Ära, die ihnen jedes Jahr neue, immer härtere und entscheidendere Kämpfe gegen die Bourgeoisie beschert - für die ihnen abgerungene Freiheit und Unabhängigkeit, für ihr soziales Ideal." - Nestor Machno - Die Idee, den 1. Mai zum Aktionstag der Arbeiter zu erklären, wurde erstmals auf dem 4. Kongress der American Federation of Labor (AFL) vorgeschlagen. Man beschloss, ab dem 1. Mai 1886 eine breit angelegte Kampagne der Agitation und des Kampfes zu starten, die sich auf die Begrenzung der Arbeitswoche auf 40 Stunden konzentrierte. Die radikalsten Aktionen fanden in Chicago statt. Damals verfügte Chicago über die am weitesten entwickelte Arbeiterbewegung in den USA mit einer starken anarchistischen Präsenz.
Auch nach dem 1. Mai 1886 dauerten die Streiks an, da der Kampf mit den Arbeitgebern immer härter wurde. Am 4. Mai wurde eine Versammlung mit rund 15.000 Teilnehmern von der Polizei angegriffen. Am Ende des Tages gab es auf beiden Seiten zahlreiche Tote und Verletzte. Es war eine willkommene Gelegenheit, den Protest zu unterdrücken. Acht der Hauptorganisatoren, allesamt Anarchisten, wurden verhaftet und zum Tode verurteilt. Für drei von ihnen wurde das Urteil in lebenslange Haft umgewandelt.

Am 11. November 1887 wurden Albert Parsons, Adolphe Fischer, George Engel und August Spies gehängt. Ihr Genosse Louis Lingg beging am Vortag Selbstmord, um der Hinrichtung zu entgehen. Einige Jahre später wurden sie von allen Anklagepunkten freigesprochen, und das Gericht räumte ein, dass Polizei und Justiz den Fall inszeniert hatten, um die Arbeiterbewegung zu kriminalisieren und zu zerschlagen. Die acht Angeklagten wurden für unschuldig erklärt, und die drei Überlebenden wurden freigelassen.

Der 1. Mai ist zweifellos ein Kapitel der Arbeitergeschichte, das mit anarchistischem Blut befleckt ist.

Staat, Polizei und Kapital
Der 1. Mai erinnert uns daran, dass der Kampf gegen den Kapitalismus noch immer andauert. Streiks und soziale Auseinandersetzungen sind in Europa heutzutage stark diskreditiert. Doch die Kluft zwischen Arm und Reich wächst stetig, die Finanzmärkte sind wieder im Gleichgewicht, und Händler hantieren weiterhin mit Milliarden von Dollar. Ist es falsch, mehr zu fordern, wenn die Hälfte des weltweiten Vermögens einem Prozent der Bevölkerung gehört? Gleichzeitig werden die Arbeiter immer stärker gefordert, um die Wirtschaft zu "retten" und den Staat mit neuen Steuern (wie der Schlafzimmersteuer) und Kürzungen im öffentlichen Dienst wieder auf die Beine zu bringen. Wir bewegen uns auf ein neoliberales kapitalistisches System zu, in dem die Hauptaufgabe des Staates darin besteht, die soziale Kontrolle aufrechtzuerhalten, damit sich der Kapitalismus ungehindert entwickeln kann.
Die Arbeiter produzieren alles und besitzen doch kaum etwas.
Revolutionäre Politik
Über ein Jahrhundert nach der ersten Maifeier in Chicago: Wo stehen wir? Wir ziehen mit unseren Transparenten durch die Stadt. Dann stehen wir herum und hören uns langweilige (und meist ziemlich sinnlose) Reden von ebenso langweiligen Gewerkschaftsbürokraten an. Man muss sich immer wieder vor Augen halten, dass der 1. Mai einst ein Tag war, an dem Arbeiter weltweit ihre Stärke zeigten, ihre Ideale verkündeten und ihre Erfolge feierten.

Es ist wichtig, dass es "einst" so war. Wir können es wieder schaffen. Wir brauchen eine unabhängige Arbeiterpolitik. Keine Zusammenarbeit mit Regierung und Arbeitgebern. Echte Solidarität mit den kämpfenden Arbeitern, keine engstirnige, partikulare Sichtweise.

Wir brauchen revolutionäre Politik. Das bedeutet Politik, die uns zu einer neuen Gesellschaft führt, die auf Gleichheit, sozialer Gerechtigkeit und Freiheit basiert. Eine Gesellschaft, in der Produktion der Bedürfnisbefriedigung dient, nicht der Profitmaximierung für einige wenige Privilegierte. Anarchistischer Kommunismus.

Als anarchistische Kommunisten sind wir der Ansicht, dass der Mensch nicht durch den Mehrwert definiert werden sollte, den er dem Kapitalismus bringt. Arbeit sollte der Produktion aus Notwendigkeit dienen und nicht der Schaffung neuer Bedürfnisse. Arbeit muss so organisiert sein, dass jeder weniger und nicht nur für Profit arbeiten kann. Keine kapitalistische Gesellschaft wird jemals Vollbeschäftigung erreichen, denn sie braucht einen Pool an Arbeitslosen, damit die Notwendigkeit zu arbeiten uns schlechte Arbeitsbedingungen akzeptieren lässt. Um die Arbeit neu zu organisieren, brauchen wir eine Gesellschaft frei von Klassen und Führern, in der die Gesellschaft selbstorganisiert gestaltet wird. Dafür kämpft die Anarchistisch-Kommunistische Gruppe. Direkte Aktionen bringen uns zum Ziel, nicht das Warten auf die Wahlen 2029, die womöglich nur eine weitere Labour-Regierung hervorbringen, die alles beim Alten lässt.

JackDaw May Day special:
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