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(de) Italy, FAI, Umanita Nova #13-26 - CPRs: Repression und Kontrolle. Schließt alle Lager! (ca, en, it, pt, tr)[maschinelle Übersetzung]
Date
Thu, 28 May 2026 08:13:11 +0300
Über CPRs wurde bereits viel geschrieben. Sie gelten als unmenschlich,
gewalttätig und inakzeptabel. Das stimmt alles. Doch das reicht nicht.
Es geht nicht mehr darum, zu beweisen, was in den CPRs geschieht,
sondern zu verstehen, warum sie existieren. Aktuell gibt es in Italien
zehn Abschiebehaftanstalten, verteilt über das ganze Land: Turin,
Mailand, Gradisca d'Isonzo, Macomer, Palazzo San Gervasio, Rom, Bari,
Brindisi, Caltanissetta und Trapani. Fast alle liegen in abgelegenen
Gebieten, sind schwer zugänglich und kaum einsehbar. Die Gesamtkapazität
ist begrenzt und in vielen Fällen geringer als angegeben: Ein
erheblicher Teil der Plätze bleibt ungenutzt, obwohl sie offiziell
verfügbar sind. In den CPRs werden Menschen festgehalten, die keine
Straftaten begangen haben, sich aber in einer verwaltungsrechtlich
irregulären Situation befinden. Die Haftdauer kann bis zu 18 Monate
betragen. Doch die entscheidende Statistik ist eine andere: Im Jahr 2024
wurden nur 41,8 % der Inhaftierten tatsächlich repatriiert. Für die
Mehrheit erfüllt die Inhaftierung nicht einmal ihren erklärten Zweck.
Das System wird dennoch nicht abgebaut, sondern im Gegenteil gestärkt:
Geschlossene Einrichtungen werden nach Unruhen und Bränden
wiedereröffnet, neue Einrichtungen werden geplant, und öffentliche
Gelder fließen weiterhin in ein ineffektives System. Das bedeutet nur
eins: Die sogenannten "CPRs" (Combined Repatriation Facilities) sind
nicht funktionsfähig. Sie dienen einem anderen Zweck. Sie dienen nicht
der Repatriierung, sondern der Disziplinierung.
Verwaltungshaft wandelt einen bürokratischen Zustand in Schuldgefühle um
und zieht eine klare Grenze zwischen denen, die Rechte haben, und denen,
denen diese entzogen werden können. In den "CPRs" ist die Zeit nicht nur
lang, sondern leer. Die Inhaftierten erhalten oft keine ausreichenden
Informationen über ihre Rechte, haben nur eingeschränkten Zugang zu
Rechts- und Gesundheitsversorgung und leben in Isolation. Die Folgen
sind offensichtlich: Selbstverletzungen, Suizidversuche, Brände,
Proteste. Das sind keine Ausnahmen, sondern die Regel. In diesem Sinne
sind die Abschiebehaftanstalten keine Anomalie, sondern Teil eines
größeren Problems. In den letzten Jahren hat sich ein auf Repression und
Kontrolle basierendes Modell verfestigt: Kriminalisierung von
Andersdenkenden, Einschränkungen der Demonstrationsfreiheit, verstärkte
Verwaltungsmaßnahmen mit weniger Garantien, Angriffe auf die
Solidarität. Die Abschiebehaftanstalten befinden sich genau in diesem
Transformationsprozess.
Sie sind Orte, an denen das, was wir dann verallgemeinern, erfahrbar
wird: Inhaftierung ohne Straftat, institutionelle Intransparenz,
Einschränkung von Rechten, privatisierte Kontrolle über das Leben der
Menschen. Das ist keine Fehlfunktion, sondern ein Modell. Was heute auf
Migranten angewendet wird, stellt ein politisches Labor, eine Vorahnung dar.
Deshalb reicht es nicht, die Gewalt in den Abschiebehaftanstalten
einfach nur anzuprangern. Das Problem ist nicht nur, was in diesen
Einrichtungen geschieht, sondern die Tatsache, dass sie existieren und
als normal gelten. Die "Sicherheit", die sie rechtfertigt, ist keine
Antwort auf soziale Probleme, sondern ein Instrument der Kontrolle.
Die Schließung der CPRs ist notwendig, aber nicht ausreichend, solange
wir die Logik, die zu ihrer Entstehung geführt hat, nicht hinterfragen.
Denn wir haben es nicht mit einem Fehler zu tun, der behoben werden
muss, sondern mit einem System, das genau so funktioniert, wie es sollte.
Totò Caggese
https://umanitanova.org/cpr-repressione-e-controllo-chiudere-tutti-i-lager/
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(en) France, UCL AL #370 - History - Workers' Education: The People's University Movement and Anarchists (ca, de, fr, it, pt, tr)[machine translation]
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(de) France, UCL AL #370 - Geschichte - Arbeiterbildung: Die Volksuniversitätsbewegung und Anarchisten (ca, en, it, fr, pt, tr)[maschinelle Übersetzung]
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