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(de) France, Monde Libertaire - Geschichtsseiten Nr. 103 Die Geister der Freita-Straße (ca, en, it, fr, pt, tr)[maschinelle Übersetzung]
Date
Sun, 28 Dec 2025 08:28:27 +0200
Jérémie Dres setzt seine Suche nach Erinnerung und Geschichte fort. Nach
seiner Graphic Novel "Wir gehen nicht nach Auschwitz", die das jüdische
Leben in Polen vor dem Zweiten Weltkrieg schildert, widmet er sich nun
einer neuen Untersuchung seiner Familiengeschichte, insbesondere seiner
Verwandten in Warschau. Ehrlich gesagt wirkt die Erzählung, obwohl
zügig, mitunter etwas langatmig und hätte prägnanter und eindringlicher
sein können. Der klassische Zeichenstil kombiniert runde Formen, die
teilweise mit dem klaren Linienstil brechen, und vereinfachte Figuren,
ergänzt durch zahlreiche Archivdokumente. Nach dem Tod seiner Großmutter
findet er einen Brief seiner Großtante aus dem Warschauer Ghetto von
1941, der den Beginn seiner Nachforschungen markiert. Er beginnt diese
in Warschau, wo sich die Gräber seiner Urgroßeltern, die vor dem Krieg
starben, auf dem jüdischen Friedhof befinden. Er weitet seine
Nachforschungen auf alle Mitglieder seiner Familie aus. Einige verließen
Europa und gingen in die Vereinigten Staaten, wie sein Onkel, der der
Legende nach an der Revolution teilnahm, bevor er dorthin ins Exil ging.
Er findet Spuren von ihm und später von seinen Nachkommen. Andere, wie
seine Großmutter, kamen nach Frankreich und entkamen der Vernichtung,
indem sie untertauchten. Der Autor reist viel und erkundet verschiedene
Orte. Er besucht Warschau mehrmals, die Holocaust-Gedenkstätte in Paris
und Drancy sowie Yad Vashem in New York. Diese Suche nach Erinnerung
bietet ihm auch die Möglichkeit, Episoden der jüdischen Geschichte
einzuweben. So ermöglichte der zweite Besuch in Warschau die Anfertigung
einiger Illustrationen, die das Leben im Ghetto darstellen, und die
Diskussion über den Aufstand von 1943. Ebenso bot das Treffen mit den
Verantwortlichen der Holocaust-Gedenkstätte die Gelegenheit, sich daran
zu erinnern, wie die Razzien organisiert wurden und welche Rolle die
Polizei dabei spielte. Die Beweislage bleibt lückenhaft, und die
Ermittlungen können nicht vollständig abgeschlossen werden. Dem Autor
bleiben die Geister der Vergangenheit.
Der Bericht über die Ermittlungen ist bewegend. Eine Parallele zu
Bastien François' Buch *Retrouver Estelle Moufflarge* drängt sich auf.
Die Autoren begeben sich auf eine Suche, ohne zu wissen, ob sie Erfolg
haben wird, und kommen schließlich zu dem Schluss, dass nicht alle
Elemente zusammengetragen werden konnten. Sie veröffentlichen, ohne
abzuschließen - eine Art fortwährende Suche, die sich auf individuelle
Schicksale und Erinnerungsspuren konzentriert. Diese berühren zwar,
spiegeln aber eher persönliche Anliegen der Autoren wider, gleichen
einem Zeugnis, das Fragen über unsere Zeit aufwirft, als über die
Rekonstruktion der Vergangenheit.
* Jérémie Dres
Die Geister der Freita-Straße
Bayard Graphic 2025
382 S.
29,95 EUR
https://monde-libertaire.net/?articlen=8701
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(ca) France, UCL AL #365 - Cultura - Lectura: Freddy Gómez, "Locuras Españolas: Sombras y Luces de un Anarquismo en Tiempos de Guerra" (en, fr, it, pt, tr)[Traducción automática]
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(ca) France, Monde Libertaire - Páginas de Historia N.° 103 Los Fantasmas de la Calle Freita (en, fr, it, pt, tr)[Traducción automática]
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