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(de) France, Monde Libertaire - "Wir sind alle Antifaschisten!" (ca, en, it, fr, pt, tr)[maschinelle Übersetzung]

Date Fri, 19 Dec 2025 07:57:08 +0200


Gesungene Lieder verleihen dem Handeln Leidenschaft und Ausdruckskraft und schaffen ein kollektives Gedächtnis. 2022 veröffentlichte der Verlag Éditions du Détour das Buch *En Lutte! Carnet de chants* (Im Kampf! Liederbuch). Es vereint historische und neuere Lieder, die alle den gemeinsamen Nenner des Kampfes verkörpern. In Zeiten vor Internet und Handys, als sich Mobilisierung durch Begeisterung ausdrückte, sangen die Menschen. Diese Erfahrung wiederholen sie nun mit derselben Gruppe von Historikern und Lehrern. Sie betreiben den Blog *L'histgeobox*, auf dem sie über 400 Lieder in ihrem historischen Kontext analysieren. Das Buch trägt den Titel *Siamo tutti antifascisti* (Wir sind alle Antifaschisten) mit dem Untertitel *Chantons contre l'oppression* (Lasst uns gegen Unterdrückung singen). Oft ist ein Ereignis der Anstoß für ein Buch. Die Parlamentswahlen 2024 in Frankreich verdeutlichten den Aufstieg der extremen Rechten, der sich nicht auf wenige Parlamentssitze beschränkt. Sie zeigten auch, dass Allianzen zwischen der traditionellen Rechten und extremistischen Bewegungen sowohl von den Parteiapparaten als auch von Aktivisten akzeptiert werden. Die Wähler verstecken sich nicht länger; finstere Impulse werden entfesselt. Die Autoren des Buches verwenden einen Slogan aus den 1920er-Jahren, der in Italien skandiert wurde, als Titel, und drei erhobene Fäuste zieren das Cover. Jeder kann die Bedrohung und die Verbreitung rechtsextremer Ideen weltweit erkennen, ob schamlos oder in verkleideter, getarnter Form.

Der Kampf gegen Unterdrückung ist nicht neu. So singen die Menschen, unterstützen und trösten sich gegenseitig. Autoritäre Mächte versuchen, abweichende Meinungen zu kontrollieren und zu unterdrücken. "Manche Künstler flüchten sich hinter Metaphern und Doppeldeutigkeiten, um die Zensoren auszutricksen." Soziale Medien stehen unter besonderer Beobachtung. Die Methoden ändern sich, der Autoritarismus nicht, aber auch der Protest versteht es, sich anzupassen. Die Autoren äußern die Hoffnung, dass "weitere Fäuste erhoben werden, um gegen Unterdrückung zu singen".

"Weitere Fäuste werden erhoben werden."

25 Lieder wurden für dieses Buch ausgewählt. Das älteste stammt aus dem Jahr 1791, das jüngste, mit dem Titel "Barayé", erreichte uns 2022 aus Teheran. Einige sind bekannt, wie "El Paso del Ebro", das Lied der Sümpfe, "Bella Ciao", "La complainte du partisan", "El pueblo unido jamás será vencido" ... Andere thematisieren die Rassentrennung, wie Nina Simones "Mississippi Goddam". Manchmal verbergen Lieder ihre Botschaft, wie "Le sire de Fisch-ton-can" gegen Napoleon III.

Texte und Musik geraten mitunter in Vergessenheit. Dieses Buch trägt dazu bei, sie wieder ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Die Texte sind abgedruckt, und der Entstehungskontext der Lieder wird von den Autoren ausführlich erläutert. Maxime Le Forestiers Lied "Parachutiste" (Fallschirmjäger) beispielsweise wurde von den offiziellen Medien unterdrückt und zensiert. Eine Radiosendung mit dem Sänger auf Europe 1 in den 1970er-Jahren wurde sogar von rechtsextremen Schlägern gestört. Andere Lieder spiegeln die anhaltenden Kämpfe wider. In Ägypten sind Freiheiten trotz des Liedes "Irhal" aus dem Jahr 2011 keine Realität. Auch in Mexiko ist der Kampf gegen die Bedrohungen aus den Vereinigten Staaten hart, wie das Lied "La Adelita" verdeutlicht. Welche Zukunft liegt in Südafrika mit "Gimme Hope Jo'Anna"?

Diese Lieder stammen aus aller Welt und existieren seit über zwei Jahrhunderten. Sie drücken die Sehnsucht von Frauen und Männern nach Freiheit und Würde aus.

* Etienne Augris, Julien Blottière, Jean-Christophe Diedrich, Véronique Servat
Siamo tutti antifascisti
Chantons contre l'oppression (Wir sind alle Antifaschisten)
Hrsg. du Détour, 2025

https://monde-libertaire.net/?articlen=8692
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