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(de) Brazil, OSL, Libera #182 - MACHT, TECHNOLOGIE UND ELON MUSK (ca, en, it, pt, tr)[maschinelle Übersetzung]

Date Thu, 25 Sep 2025 08:32:52 +0300


Eine aktuelle Kontroverse hat eine merkwürdige und aufschlussreiche Situation ans Licht gebracht: Die brasilianischen Streitkräfte sind für ihre Kommunikation auf ein ausländisches Unternehmen angewiesen. Starlink, im Besitz des Milliardärs Elon Musk, stellt Satelliteninternet für Operationen von Armee und Marine in entlegenen Gebieten wie dem Amazonasgebiet bereit. Es scheint widersprüchlich, doch das Land braucht diese Technologie, um seine Souveränität zu verteidigen, während es in der Praxis einem ausländischen Unternehmen ausgeliefert ist, das von einem Milliardär und bis vor Kurzem Abteilungsleiter der Trump-Administration geführt wird.

Die Angelegenheit wird noch komplexer, wenn man bedenkt, dass Starlink mit X, der ehemaligen Twitter-Plattform, verbunden ist, die ebenfalls von Musk kontrolliert wird. Mit der Kontrolle über ein wichtiges Telekommunikationsunternehmen und eines der weltweit größten sozialen Netzwerke erlangt Musk beträchtliche Macht. Er kann gleichzeitig die öffentliche Meinung beeinflussen und wichtige Internetdienste bereitstellen (oder abschalten). Diese Situation verdeutlicht den Widerspruch: Brasilien braucht ein ausländisches Unternehmen, um seine Souveränität zu gewährleisten, auch wenn dies ebendiese Souveränität gefährdet. Das Problem ist nicht nur Brasilien. Im Zeitalter der Globalisierung und Hochtechnologie haben Nationalstaaten immer weniger Kontrolle über das Geschehen innerhalb ihrer Grenzen, und die herrschenden Klassen üben zunehmend ihre Macht aus. Riesige Unternehmen wie Starlink, Alphabet und Meta agieren auf einer globalen Ebene, mit der Regierungen oft nicht Schritt halten können. Zur Veranschaulichung: Starlink verfügt über eine Konstellation von mehr als 6.000 Satelliten im Orbit und versorgt Regionen mit Internet, die mit anderen Technologien nicht erreichbar sind. In Brasilien sind seine Antennen in 90 % der Gemeinden im Amazonasgebiet installiert. Anders ausgedrückt: In vielen isolierten Regionen des Landes ist Starlink die einzige verfügbare Option.

Die Europäische Union, die mit einem ähnlichen Szenario konfrontiert war, beschloss zu handeln. 2022 startete sie IRIS, ein eigenes Satellitenkommunikationssystem für die Länder der Union. Die Idee ist, die Abhängigkeit von ausländischen Unternehmen zu verringern, indem eine von europäischen Regierungen kontrollierte Alternative angeboten wird. Das System soll bis 2027 voll einsatzbereit sein, was die wachsende Besorgnis über dieses Thema verdeutlicht. Zudem stärkt die Verbindung zwischen Starlink und X Musks Einfluss. Durch die Kontrolle der Plattform kann er Debatten gestalten und die öffentliche Meinung beeinflussen, was sich direkt auf die Politik mehrerer Länder, darunter Brasilien, auswirken könnte.
Vor diesem Hintergrund muss die nationale Souveränität neu überdacht werden. Dabei muss berücksichtigt werden, dass den Beziehungen zwischen Nationen der in allen Ländern vorhandene Klassenkampf vorausgeht. Die herrschenden Klassen kontrollieren nicht nur physische Grenzen, sondern auch technologische und informationelle Infrastrukturen. Solange wir nicht über eine eigene sichere Infrastruktur verfügen, werden wir immer den Interessen großer globaler Konzerne unterworfen sein. Und diese Realität geht weit über Brasilien hinaus und betrifft unterdrückte Klassen weltweit.
Kurz gesagt: Der Fall Starlink zeigt, wie technologische Abhängigkeit jedes Projekt selbstverwalteter Volksmacht schwächen kann, und jeder tiefere Bruch im heutigen Herrschaftssystem muss die technologischen und kommunikativen Infrastrukturen berücksichtigen.

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