A - I n f o s

a multi-lingual news service by, for, and about anarchists **
News in all languages
Last 30 posts (Homepage) Last two weeks' posts Our archives of old posts

The last 100 posts, according to language
Greek_ 中文 Chinese_ Castellano_ Catalan_ Deutsch_ Nederlands_ English_ Francais_ Italiano_ Polski_ Português_ Russkyi_ Suomi_ Svenska_ Türkurkish_ The.Supplement

The First Few Lines of The Last 10 posts in:
Castellano_ Deutsch_ Nederlands_ English_ Français_ Italiano_ Polski_ Português_ Russkyi_ Suomi_ Svenska_ Türkçe_
First few lines of all posts of last 24 hours

Links to indexes of first few lines of all posts of past 30 days | of 2002 | of 2003 | of 2004 | of 2005 | of 2006 | of 2007 | of 2008 | of 2009 | of 2010 | of 2011 | of 2012 | of 2013 | of 2014 | of 2015 | of 2016 | of 2017 | of 2018 | of 2019 | of 2020 | of 2021 | of 2022 | of 2023 | of 2024 | of 2025

Syndication Of A-Infos - including RDF - How to Syndicate A-Infos
Subscribe to the a-infos newsgroups

(de) France, Mouette Enragée #40 - Leitartikel: Die Linke hat Angst... (ca, en, it, fr, pt, tr)[maschinelle Übersetzung]

Date Sun, 21 Sep 2025 07:52:46 +0300


Angst lähmt. Angst verstärkt irrationales Handeln und Denken; sie kündigt oft den Zusammenbruch der Vernunft an und macht sie zu einer mächtigen Kraft für reaktionäre Politik. Man muss nur die Panikreflexe beobachten, die die französische Linke bei jeder Ankündigung des bevorstehenden Vormarsches der extremen Rechten vor den Toren der Staatsmacht erfassen. Nicht, dass die extreme Rechte ein echtes Hindernis auf dem langen und chaotischen Weg zur Emanzipation darstellen würde, aber die Linke schafft auf ihre eigene, ebenso schöne Weise ein weiteres...

Indem sie nach einer "Barriere" gegen die "faschistische Gefahr" ruft, imitiert sie auf seltsame Weise das, was sie angeblich abwehren will. Die Linke zittert - oder tut zumindest so - vor einer extremen Rechten, die wie üblich Angst hat und gegen das wettert, was sie verachtet: Ausländer, Arme, Streikende, Frauen und vor allem... den Klassenkampf! Und aus diesem Gefühl der Angst entstehen manchmal seltsame Analogien.

Die Instrumentalisierung der reaktionären Bedrohung ist der letzte Trumpf der Linken und ein Zeichen ihrer politischen Entmündigung. Diese billige Agitation macht uns jedoch nicht blind für das, was diese Linke der Reaktion, die sie angeblich bekämpft, seit Jahrzehnten zugesteht.

Auf dem "sozialen Terrain"*, sei es der Solidarität mit ausländischen Proletariern oder der städtischen Segregation und des Zugangs zur Stadt, wie auf vielen anderen Schlachtfeldern, hat sich die Linke buchstäblich vor ihrem vermeintlich erklärten Feind verneigt. Schlimmer noch: Sie hat dessen Obsessionen übernommen und legitimiert und behauptet damit, ihm nicht nachgeben zu müssen. Von nun an ist die Linke "realistisch" und beabsichtigt weder, "das Elend der Welt willkommen zu heißen", noch der "Laxheit" und Gefahr nachzugeben, die in ihren Augen die Arbeiterklassen darstellen, die ihr entkommen sind. Sie unterstützt die "republikanische Polizei", liebt das "Geschäft", überzieht die Straßen der Städte mit Videoüberwachungskameras, finanziert die städtische Polizei, liebt das Vaterland und das Militär und heiratet ... manchmal sogar mit großem Pomp in der Kirche!

Neben anderen Monstrositäten hat diese Linke den Macronismus hervorgebracht. Die vollkommene Verkörperung der Nichtigkeit und Bedeutungslosigkeit einer Klasse, die zu allem bereit ist, um ihre Position zu behaupten, wie sie während der Gelbwesten-Revolte bewiesen hat. Der Macronismus ist lediglich ein postmodernisierter Avatar der Reaktion. Seine Verbindung mit der historischen extremen Rechten weist ihn direkt ans Ende seiner Fahnenstange (1).

Den Ausgebeuteten stehen hier und anderswo schwierige Zeiten bevor, und Hoffnung wird nicht aus den Wahlurnen der bürgerlichen Demokratie kommen. Sein Ziel war nie, die Proletarier von ihren Ketten zu befreien, sondern sie im Namen der geheiligten kapitalistischen Produktionsverhältnisse dort festzuhalten. Aus dem Herzen der Kämpfe können emanzipatorische Formen gesellschaftlicher Organisation entstehen. Dieser Weg ist voller Fallstricke und manchmal schwer zu beschreiten, aber er ist der einzige, der die Isolation durchbricht, die Demagogen aller Couleur nährt. Auf der Straße, in Kämpfen, durch Streiks werden wir eine gemeinsame Zukunft aufbauen, ganz sicher nicht durch eine Wiederwahl durch eine sogenannte "linke Mehrheit in der Nationalversammlung"!

Bis bald auf der Straße!

*Die Linke spricht schon lange nicht mehr vom "Klassenkampf", sondern von "Partnerschaft und sozialem Dialog"...
(1) Rassistische Äußerungen, über die die Zeitung Le Monde kürzlich erneut berichtete, eine Hommage an Pétain...

https://lamouetteenragee.noblogs.org/
_________________________________________
A - I n f o s Informationsdienst
Von, Fr, und Ber Anarchisten
Send news reports to A-infos-de mailing list
A-infos-de@ainfos.ca
Subscribe/Unsubscribe https://ainfos.ca/mailman/listinfo/a-infos-de
Archive: http://www.ainfos.ca/de
A-Infos Information Center