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(de) France, UCL AL #346 - Geschlechtsspezifische und sexuelle Gewalt: 11. Januar 2024, feministische Mobilisierung (ca, en, it, fr, pt, tr)[maschinelle Übersetzung]
Date
Fri, 8 Mar 2024 08:11:26 +0200
Im Zuge des Skandals um die "Depardieu-Affäre" und Emmanuel Macrons
Äußerungen rief das Kollektiv feministischer Verbände und Gewerkschaften
#feministstrike für den 11. Januar zu Kundgebungen vor Gerichten oder
Präfekturen auf mit dem Slogan: "Behaltet eure alte Welt, wir wollen."
Eines ohne sexistische und sexuelle Gewalt." ---- Die Fernsehsendung
"Complément d'énquête" hat kürzlich Depardieus völlig inakzeptable
Äußerungen und Handlungen gegenüber Frauen hervorgehoben und in den
Medien seine Anklage aus dem Jahr 2020 wegen Vergewaltigung und
sexueller Nötigung wieder aufleben lassen.
Die Liste aller Beteiligten wird immer länger: Wir denken insbesondere
an den von Judith Godrèche angeprangerten Fall von Benoit Jacquot. Dabei
werden Probleme deutlich, die über den einfachen Einzelfall hinausgehen:
Sexuelle Übergriffe von Prominenten sind oft jedem bekannt und das
System schützt sie. Wir können daher das von 600 Künstlern
unterzeichnete Gegentribunal als Reaktion auf das in Le Figaro
veröffentlichte Gegentribunal der Elite der siebten Kunst aus Angst vor
dem Ende von Depardieus Karriere nur begrüßen.
Aber auf dem höchsten Gipfel des Staates sei jedenfalls schon
entschieden worden: "Gérard Depardieu macht Frankreich stolz", "es gilt
die Unschuldsvermutung". Emmanuel Macron, ein großer Bewunderer des
Schauspielers, prangert eine angebliche "Fahndung" an. Kein Wort für die
Opfer ... Heute könnten wir den Präsidenten der Republik als Verteidiger
der mutmaßlichen Angreifer bezeichnen. Auf jeden Fall ist dies nicht
sein erster Versuch. Erinnern wir uns an die Darmanin-Affäre oder die
von Nicolas Hulot, als er Feministinnen diskreditierte, indem er sie mit
einer "Inquisitionsgesellschaft" verglich, die sie zu Henkern machte.
Indem Emmanuel Macron die Worte der Opfer, die diese Worte und Taten
anprangern, entkräftet, kann er die Hoffnungen auf Anerkennung des
erlittenen Schadens und die Versuche des Wiederaufbaus dieser Frauen
zerstören. Ebenso wie seine politische Laufbahn in Angelegenheiten von
großer nationaler Bedeutung und sein selbsternannter Anführer im Kampf
gegen Gewalt gegen Frauen hat er diese absolute Notwendigkeit erneut
ihrer Bedeutung beraubt.
Eine Umkehrung schädlicher Narben
Am 25. November waren immer noch Tausende von uns auf der Straße, um den
Lauf der Dinge zu beeinflussen, indem wir Maßnahmen zur Bekämpfung der
Gewalt gegen Frauen und Geschlechterminderheiten forderten. Viele von
uns beschäftigen sich täglich damit, denn die Ausübung von Gewalt liegt
leider nicht nur in der Verantwortung mächtiger Menschen und
Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens.
Aber im Gegensatz zu anonymen alltäglichen Raubtieren legitimieren
bekannte Angreifer durch ihren Einfluss und ihre Bekanntheit die
Feigheit und Gewalt aller anderen als akzeptable soziale Normen.
Am 8. März werden wir erneut auf die Straße gehen, um insbesondere die
Gewalt anzuprangern, die von unseren Chefs und unseren Vorgesetzten
durch unsere Arbeitsbedingungen, den schlechten Umgang mit Belästigung
und Gewalt in Unternehmen und Institutionen ausgeübt wird. Kostenlose
Hausarbeit für Frauen bleibt bestehen. Das Patriarchat ist es so
gewohnt, sich darauf zu verlassen, dass Frauen unterbezahlt,
verunsichert, misshandelt und in ihrer sozialen Funktion abgewertet
werden, wenn sie die Arbeit, die sie bereits zu Hause verrichten, gegen
Bezahlung fortsetzen.
Wir akzeptieren es nicht und deshalb werden wir nicht aufgeben.
Anne (UCL Montpellier)
https://www.unioncommunistelibertaire.org/?Violences-sexistes-et-sexuelles-11-janvier-2024-mobilisation-feministe
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