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(de) Austria, WAS: Demonstration "Gedenken heißt kämpfen": 90 Jahre Aufstand gegen den Austrofaschismus (ca, en, it, pt, tr)[maschinelle Übersetzung]

Date Sat, 17 Feb 2024 07:34:26 +0200


Das WAS ruft auf und beteiligt sich an der diesjährigen Gedenkdemonstration für den ArbeiterInnenaufstand gegen das austrofaschistische Regime, der am 12. Februar 2024 genau 90 Jahre her ist. Wir rufen alle klasssenbewussten ArbeiterInnen auf, zu dieser Demonstration zu kommen, die am 12. Februar um 17:30 Uhr beim Bahnhof Heiligenstadt in der Nähe des Karl-Marx-Hofes stattfindet. Im Folgenden geben wir des gesamten Aufruf des Bündnisses wieder. ---- 17:30 Bahnhof Heiligenstadt: "Tag des Aufstands gegen den Austrofaschismus" Gedenken heißt kämpfen!
Vor 90 Jahren, am 12. Februar 1934 schritten die konsequenten Teile der Arbeiter:innenklasse zum bewaffneten Kampf gegen den Dollfuß-Faschismus. In fast ganz Österreich stellten sich Arbeiter:innen mit der Waffe in der Hand der Errichtung der faschistischen Diktatur entgegen. Dieses bedeutende Kapitel der Geschichte der Arbeiter:innenbewegung ist nach wie vor ein Tabuthema. Tatsächlich ist dieser Kampf ein Grund stolz zu sein auf jene, die versucht haben die faschistische Welle über Europa zu brechen.

Zum ersten Mal seit der Machtübernahme der Faschisten in Italien, Deutschland und Österreich erhoben sich Arbeiter:innen von 12.-16. Februar 1934 bewaffnet gegen den Faschismus. Sie beschlossen, sich gegen die Angriffe auf ihre Rechte und Strukturen zu wehren und einen Aufstand gegen die Bedrohung durch die faschistische Diktatur zu wagen. Damit war dieser Widerstandskampf ein wichtiges Ereignis, nicht nur für Österreich, sondern für ganz Europa.

Der Aufstand, welcher entgegen den abwiegelnden Vorgaben der SP-Führung stattfand, blieb isoliert und chancenlos. Ohne Unterstützung durch einen Generalstreik und ohne Massenaktivitäten unterlagen die Februarkämpfer:innen der austrofaschistischen Front aus Polizei, Bundesheer und Heimwehren. Hunderte starben in den Kämpfen, weitere wurden nach einer standrechtlichen Verurteilung durch die austrofaschistische Justiz ermordet.

Der Tag des Aufstands gegen den Austrofaschismus ist Gelegenheit zur Aufarbeitung der antisemitischen und faschistischen Wurzeln der ÖVP, sowie der Auswirkungen des Austrofaschismus auf die heutige politische Landschaft. Dieser Feiertag soll zu einer Erinnerungskultur beitragen, die auf den österreichischen Faschismus und seine Verbrechen verweist und damit das antifaschistische Bewusstsein in der Gesellschaft stärkt. Es braucht eine breite gesellschaftliche Verankerung des positiven Bezugs zu diesem antifaschistischen Kampf!

Nach wie vor gibt es Ortschaften in Österreich, in denen Plätze nach dem Faschisten Dollfuß benannt sind, sträuben sich Politiker:innen und Publizist:innen aus dem Umfeld der Regierungspartei ÖVP gegen die Bezeichnung Austrofaschismus. Nach 90 Jahren ist es hoch an der Zeit, ein klares Bekenntnis zum Aufstand der entschlossensten Teile der Arbeiter:innenklasse in Österreich abzulegen. Deswegen sagen wir:

Der 12. Februar muss als "Tag des Aufstands gegen den Austrofaschismus" ein gesetzlicher Feiertag werden! Deswegen gehen wir am 12. Februar auf die Straße.

Für uns heißt Gedenken kämpfen: Heute wie damals: Dem Faschismus entgegentreten!

Antifaschistische Demonstration:
Montag, 12. Februar 2024
17:30 h Karl Marx-Hof / U-Bahnstation Heiligenstadt

Wir rufen alle dazu auf, am 12. Februar rote Fahnen/Tücher des Widerstands aus den Fenstern zu hängen.

Übernommen von der Seite des Bündnis 12. Februar

Weitere spannende Veranstaltungen zum 12. Februar:

Symposium am 10. und 11. Februar im Alten AKH

https://wiensyndikat.wordpress.com/2024/01/31/demonstration-gedenken-heist-kampfen-90-jahre-aufstand-gegen-den-austrofaschismus/
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