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{Info on A-Infos}
(de) Quebec: Wasserwerfer und Hunde (en)
From
I-AFD_2@anarch.free.de (FdA/IFA Hamburg)
Date
Thu, 26 Apr 2001 02:37:07 -0400 (EDT)
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Wasserwerfer und Hunde, aber Unterstuetzung von den EinwohnerInnen
Water cannons and dogs, but the support of the community
von Mojo, Freitag, 20. April 2001, 15:09 Uhr
Heute ist das vielleicht groesste Kontingent von Washington D.C. nach
Quebec gefahren und hat am Vorabend der Gipfeleroeffnung ein erstes und
inspirierendes Erlebnis vom Widerstand in der Stadt gehabt.
Die Gruppen sind eingeteilt in rote, gelbe und gruene Kontingente, je nach
der Art der direkten Aktion, die sie planen. Heute haben sich zwei grosse
Demozuege vereint, die aus roten und gelben Kontingenten bestanden (wie
auch schon an anderer Stelle berichtet wurde). Dieser Zug von tausenden
Leuten endete vor dem Zaun um den Innenstadtbereich, wo die
DemonstrantInnen riefen, die Mauer muesse weg, sozusagen.
Dies war innerhalb kurzer Zeit verwirklicht, der Zaun wurde niedergerissen
und Massen von Leuten stroemten in den abgetrennten Bereich. Die Polizei
hatte schnell massiv Kraefte herangezogen und fing an, Traenengas
abzuschiessen, griff aber die DemonstrantInnen darueber hinaus nicht an.
Nach kurzer Zeit griffen sie dann doch an und zogen sich ziemlich schnell
wieder zurueck - eine Taktik, die vorher immer wieder geuebt worden war -,
waehrend sie dauerend Traenengas abfeuerten.
Spaeter hoerte ich (gesehen habe ich das aber nicht), dass die Bullen im
abgesperrten Bereich Hunde hatten, die sie aber nicht losliessen, sondern
sozusagen drohend bereithielten.
Was ich selbst gesehen habe waren sehr grosse Polizeifahrzeuge, die dazu
eingesetzt wurden, uns aufzuloesen, nachdem einige von uns einen Block
weitergegangen waren (das Traenengas war reichlich dicht und die Leute
litten darunter). Es gab immer noch Massen von Leuten auf der Kreuzung, zu
der wir gegangen waren, als zwei riesige Polizei-LKW ranrollten, oben
drauf Wasserkanonen, die sie auf die DemonstrantInnen richteten. Die
DemonstrantInnen reagierten, indem sie bei einem der LKW die Scheibe
einschmissen.
Ich habe auch gehoert, dass die Bullen in Wohngebieten Traenengas
abgeschossen haben, was nur mehr Leute veraergern und unsere Zahlen auf
der Strasse vergroessern wird. Die Unterstuetzung der EinwohnerInnen hier
ist ueberwaeltigend und ein guter Teil der Leute hier scheint das FTAA als
Amerikanischen Imperialismus zu betrachten.
Es gibt derzeit weitere Aktionen und die Aktionen werden weitergehen. Aus
der Sicht eines Zugereisten scheint diese Stadt fuer den Gipfel ein
schlecht gewaehlter Schauplatz zu sein, aehnlich wie Seattle 1999.
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Uebersetzung: FdA Hamburg
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