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(de) USA: Schwarze haben das Recht auf Rebellion!!
From
I-AFD_2@anarch.free.de (FdA/IFA Hamburg)
Date
Thu, 19 Apr 2001 03:07:50 -0400 (EDT)
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A - I N F O S N E W S S E R V I C E
http://www.ainfos.ca/
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## by komboa@hotmail.com
---- Auszug -----
THE REST OF THE NEWS von Lorenzo Komboa Ervin
SCHWARZE HABEN DAS RECHT ZU REBELLIEREN !!
Eine massive Rebellion gegen die Bullen ist in Cincinnati ausgebrochen,
weil die Polizei 15 schwarze Maenner erschossen hat, alle zwischen 12 und
44 Jahre alt, alle unbewaffnet. Der letzte Fall war Timothy Thomas, ein
Bruder im Alter von 19 Jahren, gegen den wie es heisst ein Haftbefehl
wegen Verkehrsverstoessen bestand und der letzte Woche von einem
durchgeknallten weissen Bullen niedergeschossen wurde. Die Schwarze
Community hat sich in massiven Proteten gegen diese rassistische
Besatzungsarmee, gegen Armut und andere Formen der Misshandlung erhoben.
Jetzt sagen uns verschiedene weisse Politiker und ihre gekauften Uncle
Toms, dass es noch mehr Polizeibrutalitaet gegen uns geben sollte, um "den
Frieden zu erhalten" und "die Gewalt zu stoppen". Nicht die Brutalitaet
der Bullen und die Morde, die seit Jahren passieren, sondern die jetzige
Rebellion unseres Volkes gegen die Polizeikraefte sind damit gemeint.
Ich hoere diese Muell seit Jahren. 1965 bei der Rebellion in Watts, als
schwarze Leute nach Jahren der Brutalitaeten durch die Polizei von Los
Angeles rebellierten, kam diese Aeusserung von der weissen herrschenden
Klasse und ihrer Negersprecher [*], dass wir "unsere eigenen Viertel in
Schutt und Asche legen" wuerden. Unwichtig, dass uns nicht ein verdammtes
bisschen im Ghetto gehoerte, dass es die Bullen selbst waren, die schossen
und schwarze Haeuser niederbrannten, und dass dies eindeutig ein Kampf
war, der seine Wurzeln in der historischen Unterdrueckung hatte, die Sicht
der Regierung wurde pflichtgemaess von den "Negern" aufgenommen und als
"Wahrheit" verkuendet, ebenso wie die Argumente, "die Polizei hat das
Recht, Pluenderer zu stoppen" und "wir brauchen Frieden". Nichts von
Gerechtigkeit, nichts von einer Beendigung der Morde der Polizei an
unserem Volk, sondern dass wir den Widerstand gegen unsere Unterdruecker
beenden muessten. Das ist ihre einzige Sorge, die Aufrechterhaltung von
"Law and Order".
[* Anm.d.Ue.: L.K. macht auch im Original den Unterschied zwischen
Schwarzen und "Negern".]
Wir sind ein unterdruecktes Volk, das das moralische und politische Recht
auf Rebellion hat. Wir kaempfen gegen die Unterdrueckung und suchen die
Freiheit. Wir sind gegen den Terrorismus des Militaers und der weissen
Regierung. In der Historie waren wir versklavt, und unsere Jugend wird in
grosser Zahl ins Gefaengnis geworfen oder getoetet, daher muessen wir
kaempfen oder wir werden eine ausgerottete Spezies sein. Es gibt einige,
die uns erzaehlen, wir muessten nur "friedlich" sein, damit die Machthaber
uns anhoeren. Das ist noch nie geschehen, und tatsaechlich waeren keine
Gesetze zu den Buergerrechten in den 60er Jahren verabschiedet worden, die
die Segregation im Sueden abschafften, und auch andere Konzessionen haette
es in dieser Zeit nicht gegeben, wenn die weisse Regierung nicht Angst
gehabt haette, dass die Schwarzen auf den Strassen kaempfen. Also sind
Rebellionen auf der Strasse wirkungsvoll.
Keiner kann dies mit voelliger Sicherheit behaupten, aber ich meine, wir
koennen bald andere solche Rebellionen in verschiedenen amerikanischen
Staedten sehen, weil es dort aehnliche Zustaende gibt und in diesen Orten
noch moerderischere Polizeikraefte die reichen Weissen bewachen. Zum
Beispiel ist Detroit eine Stadt, die jederzeit explodieren kann. Detroit
liegt in den USA an erster Stelle bei den von der Polizei erschossenen
BuergerInnen, die meisten von ihnen Schwarze. Detroit hat eine korrupte
Verwaltung, die die Gewalt der Polizei, Drogenhandel, Ueberfaelle und
andere Verbrechen durch Polizisten duldet. Es gibt Polizisten in Detroit
wie z.B. Eugene Brown, der mehrere Menschen getoetet hat und niemals
dafuer bestraft wurde. Er wird vom Buergermeister und von der
Polizeigewerkschaft geschuetzt. Obwohl es in Detroit sehr schlimm ist,
gibt es Polizeibrutalitaet im ganzen Land und geht Hand in Hand mit
politischen Machenschaften, die dies verschleiern und die Taeter schuetzen
sollen. Ich hoere, dass Weisse und Mittelklasse"neger" sagen, dass wenn
wir uns bewaffnen und Widerstand leisten, "dann werden noch mehr von uns
umgebracht". Mein Vorschlag ist nicht der individuelle Widerstand, sondern
die Selbstverteidigung der Community und ich meine, dann wird es auf
beiden Seiten Beerdigungen geben.
Unsere Aufgabe als unterdruecktes Volk ist, am Sturz der weissen Supremacy
und der kapitalistischen Herrschaft zu arbeiten. Das ist der wahre
Charakter dieser Regierung, nicht die sogenannte Demokratie, in der wir
eine faire Behandlung erwarten koennten. Dieses System basiert auf und
wird von der Unterdrueckung aufrechterhalten. Daher meine ich, dass es die
Aufgabe der radikalen Schwarzen ist, nicht weitere Bundesgesetze,
Ermittlungen durch das FBI oder eine Buergerkomission zu fordern. Wir
muessen unserem Volk die Wahrheit ueber dieses System sagen und damit
beginnen, eine Massenwiderstandsbewegung gegen Rassismus und internen
Kolonialismus aufzubauen. Dieser Widerstand muss alle notwendigen Mittel
anwenden und wir muessen eine Taktik der bewaffneten Selbstverteidigung
haben. Ich habe Pazifismus immer abgelehnt. Wir muessen danach trachten,
eine duale Machtbasis aufzubauen und beginnen, die Massen zu ueberzeugen,
eine Miliz aufzubauen, die das Volk schuetzt und Polizei und weisse
Regierung voellig aus der Community verdraengen. Wir muessen beginnen, uns
selbst zu regieren und eine neue Zone der schwarzen Macht zu schaffen. Die
AktivistInnen muessen sich integrieren und nicht laenger die
Organisationsarbeit an den Universitaeten oder in den Vororten zu leisten,
sondern in den verarmten Vierteln zu organisieren, wo alles passiert. As
AktivistInnen muessen wir aufhoeren, auf Krisen wie die Rebellion von
Cincinnati zu warten, sondern damit anfangen, Organisationsprojekte
aufzubauen, um sicherzustellen [...], dass wir wirkungsvoll Vergeltung
ueben koennen. Ja, wir haben ein Recht zu rebellieren, in Cincinnati, in
Los Angeles, in New York, in Atlanta und ueberall, wo wir unterdrueckt
sind.
Wir sind eine Klasse von armen und unterdrueckten Menschen, die gegen
Kapitalismus und Rassismus ueberall auf der Welt kaempfen. Wir sind nicht
allein und wenn wir kaempfen, werden wir sehen, dass die Menschen der Welt
unseren Kampf unterstuetzen.
-30-
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Uebersetzung: FdA Hamburg
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