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(de) Germany, LIKOS: Auswertung der militanten Untersuchung Veröffentlicht am: (ca, en, it, pt, tr)[maschinelle Übersetzung]
Date
Wed, 5 Aug 2026 07:36:52 +0300
Als Bündnis "Osnabrück für Alle" beschäftigen wir uns seit mittlerweile
zwei Jahren mit den politischen Entwicklungen in der Stadt Osnabrück.
Unser Fokus liegt dabei vor allem auf dem "10-Punkte-Programm", das
gemeinsam von der Oberbürgermeisterin Katharina Pötter und der
Polizeiinspektion Osnabrück erarbeitet wurde. --- Es ist offensichtlich,
dass die darin beschlossenen Maßnahmen vor allem die Ärmsten der Ärmsten
treffen und weiter für Gentrifizierung sorgen.
In den letzten zwei Jahren haben wir uns als Bündnis intensiv darum
bemüht, auf diese Themen (Verdrängung und Gentrifizierung) aufmerksam zu
machen und eine kritische Perspektive auf die Vorhaben der Stadt zu
werfen. Hierfür haben wir Kundgebungen, Demonstrationen, Vorträge und
gemeinsames Cornern organisiert.
2025 haben wir uns als Bündnis dazu entschieden, mit den Leuten vor Ort
selbst ins Gespräch zu kommen. Wir wollten uns ein Bild davon zu machen,
was die Menschen denken, die die Johannisstraße alltäglich passieren,
und wie ihre Erfahrungen sind.
Um mit den Menschen ins Gespräch zu kommen, haben wir uns an zwei
Samstagen für mehrere Stunden mit einem kleinen Stand in die
Johannisstraße gestellt.
Die Reaktionen auf uns waren sehr unterschiedlich: Es gab Leute, die
sofort dabei waren. Andere reagierten sehr ablehnend. Und es gab Leute,
die sehr skeptisch nachfragten.
Da viele Leute davon ausgegangen sind, dass wir Personen sind, die etwas
verkaufen möchten, war es uns umso wichtiger, von Anfang an
klarzustellen, dass wir uns für ihre Positionen, Einschätzungen und
Erfahrungen interessieren.
Um die Ergebnisse dieser Gespräche festzuhalten und im Nachhinein
evaluieren zu können, haben wir uns elf Fragen überlegt, welche in zwei
Teile aufgeteilt sind.
Im ersten Teil haben wir sechs Fragen gestellt, bei denen die jeweilige
Person auf einer Skala von 1 bis 5 angeben konnte, inwieweit die Frage
auf sie zutrifft bzw. nicht zutrifft.
Für die Auswertung dieser Daten haben wir ein Balkendiagramm gewählt,
siehe unten.
Im zweiten Teil haben wir fünf weitere Fragen gestellt, auf die die
Menschen mit ein bis zwei Sätzen antworten konnten.
Da wir beim zweiten Teil nur Stichpunkte mitgeschrieben haben, würden
wir hier einmal grob widerspiegeln, was die wichtigsten Erkenntnisse und
häufigsten Antworten der Teilnehmenden waren.
Wie sich schon durch das Balkendiagramm antizipieren lässt, war das
Thema Wohnraum das vorherrschende.
In beinahe jedem Gespräch wurde gesagt, dass sozialer Wohnraum fehlt und
dort seitens der Stadt und Politik mehr Priorität darauf gesetzt werden
sollte.
Bei den Gesprächen fiel immer mal wieder das Stichwort "Obdachlosigkeit"
und viele Befragte wünschen sich eine sozialere Wohnungspolitik.
Hier wird die Unzufriedenheit der Befragten mit den Entscheidungen der
Stadt deutlich, die lieber Menschen bestrafend verdrängt anstatt
sozialen Wohnraum zu schaffen.
Die Stadt fokussiert sich nicht darauf, dass alle Menschen bedingungslos
ein Dach über dem Kopf haben, sondern auf die Profitmaximierung der
Immobilienhaie. Die Menschen, die wir befragt haben, waren der Meinung,
dass Wohnen keine Ware sein sollte, mit der sich ein paar Wenige bereichern.
Eine weitere spannende Erkenntnis der offenen Fragen, die sich ebenfalls
im Balkendiagramm abzeichnet, ist, dass der Zusammenhang von
Videoüberwachung und KI für viele Leute nicht präsent ist.
Häufige Antworten auf die Frage, ob sie sich durch die neuen Kameras
beobachtet fühlten, war, dass dies nicht der Fall sei, da sie nichts zu
verbergen hätten. Als darauf die Frage folgte, wie es bzgl. der Thematik
KI aussieht, war deutlich mehr Sorge zu hören.
Fazit:
Die Gespräche, die wir geführt haben, zeigen deutlich, dass der
Wohnungsmarkt für viele Menschen ein zentrales politisches Thema ist.
Für uns als Bündnis ist dabei offensichtlich, wie sehr die Interessen
des Marktes, welche als Ziel die Profitmaximierung einiger weniger
verfolgen, im Widerspruch zu den Interessen des Großteils der
Bevölkerung stehen, nämlich dem Bedürfnis, bedingungslos ein Dach über
den Kopf zu haben, ohne dafür den Großteil des Einkommens ausgeben zu
müssen.
Auch der Sicherheitsaspekt, welcher als Vorwand genutzt wird, um
Menschen, die sowieso schon die Ärmsten der Ärmsten sind, zu
schikanieren und weiterer Verdrängung auszusetzen, sollte aus einem
solidarischen Standpunkt heraus kritisiert und bekämpft werden.
https://likos.noblogs.org/2026/06/26/auswertung-der-militanten-untersuchung/
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