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(de) France, UCL AL #371 - Im Fokus - Militarisierung in Europa: Deutschland beschleunigt (ca, en, it, fr, pt, tr)[maschinelle Übersetzung]

Date Wed, 10 Jun 2026 07:43:39 +0300


Angesichts der globalen Militarisierung treibt Deutschland seine Gesetze zur Stärkung der Armee voran - auf Kosten der Bevölkerung. Auch in Deutschland wird ein Krieg immer realer! Seit dem 1. Januar dieses Jahres dürfen Männer zwischen 17 und 45 Jahren das Land nicht mehr ohne ausdrückliche Genehmigung der Armee für längere Zeit verlassen. Dies ist eine Folge der Wehrpflichtreform, die der Bundestag im vergangenen Jahr heimlich verabschiedet hat. Diese Regelung ist im wiedervereinigten Deutschland beispiellos und katapultiert uns direkt zurück in die Zeit des Kalten Krieges.

Auch dort scheint die gierige Bourgeoisie zunehmend bereit zu sein, jedes Opfer zu bringen. Deutschland hat sich bereits verpflichtet, die Zahl der aktiven Wehrpflichtigen von 160.000 auf 260.000 zu erhöhen. Und obwohl deutsche Politiker lieber von "Freiwilligen" sprechen, sieht das Gesetz bereits die Möglichkeit des Wehrdienstes vor. Tatsächlich ist die Idee des Ehrenamts an sich fragwürdig: Welche Freiheit bleibt arbeitslosen Arbeiterinnen und Arbeitern in Zeiten kapitalistischer Krise und angespannter Arbeitsmärkte?

Diese neue Reform muss in einem breiteren Kontext betrachtet werden. Die von Westdeutschland geerbte deutsche imperialistische Strategie[1]wird seit Jahren zunehmend infrage gestellt. Bislang profitierte Berlin von der nach dem Krieg etablierten neoliberalen Ordnung: Seine Sicherheit wurde der NATO[2]übertragen, und sein wirtschaftlicher Wohlstand basierte auf der europäischen Integration und dem Freihandel. Als Inbegriff exportorientierter Wirtschaft profitierte Deutschland stark vom Beitritt osteuropäischer Länder mit ihren weniger entwickelten Volkswirtschaften und ihrer Fähigkeit, billige Arbeitskräfte zu stellen, zur EU und zum Schengen-Raum.

Es ist daher klar, dass die jüngsten Äußerungen von US-Präsident Donald Trump maßgeblich zu diesem Strategiewechsel in der imperialistischen Strategie der reichsten Nation Europas beigetragen haben. Die NATO erscheint nicht mehr als so robuste Institution, seit die Vereinigten Staaten beschlossen haben, sich wieder stärker auf ihre eigenen Interessen zu konzentrieren. Während Deutschland weiterhin US-Atomraketen beherbergt, bleibt die Frage der europäischen Aufrüstung von entscheidender Bedeutung. Dies gilt insbesondere, da eine solche Aufrüstung es deutschen Kapitalisten ermöglichen könnte, gute Beziehungen zu China, ihrem wichtigsten Handelspartner, aufrechtzuerhalten.

Und wie können wir nebenbei außer Acht lassen, was bei unserem wichtigen Partner Frankreich geschieht? Auch hier gewinnt die Idee der Wiedereinführung der Wehrpflicht an Bedeutung. Wenn Macron die "hungrigen" französischen Unternehmen zurück nach Afrika holen will, wie können wir darin nicht eine neue Grundlage für die deutsch-französische Partnerschaft sehen? Die Wiederbelebung alter Pläne für eine europäische Armee könnte zudem eine goldene Gelegenheit sein, angeschlagenen Volkswirtschaften neuen Aufschwung zu verleihen.

In Frankreich antizipieren Thales, Safran und Dassault bereits den Bedarf der Kriegstreiber und rekrutieren massiv. Die Deutschen, die nicht ins Hintertreffen geraten wollen, gehen denselben Weg: Volkswagen hat angekündigt, die Rüstungsproduktion wieder aufzunehmen. Sie haben bereits Verhandlungen mit einem israelischen Unternehmen aufgenommen, um ihr Werk in Osnabrück (das nicht mehr rentabel genug ist) in einen Hersteller von Flugabwehrsystemen umzuwandeln.

UCL Alsace

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[1]Bundesrepublik Deutschland, ehemals Westdeutschland.

[2]Nordatlantikpakt-Organisation (NATO), ein US-amerikanisches Militärbündnis.

https://www.unioncommunistelibertaire.org/?Militarisation-en-Europe-l-Allemagne-accelere
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