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(de) France, UCL AL #366 - Kommentar - Drogenhandel: Die Mitschuld des Staates (ca, en, it, fr, pt, tr)[maschinelle Übersetzung]

Date Mon, 29 Dec 2025 08:34:55 +0200


Am Samstag, dem 22. November, versammelten sich in Marseille über 6.000 Menschen zu einem stillen Gedenkmarsch für Mehdi Kessaci, der acht Tage zuvor auf offener Straße erschossen worden war. Mit dem Mord an dem 20-Jährigen wurde sein Bruder Amine ins Visier genommen. Der Umweltaktivist ist bekannt für seinen entschiedenen Kampf gegen den Drogenhandel. Ziel scheint es zu sein, ihn zum Schweigen zu bringen und ein Klima des Terrors und des Schweigens zu aufrechterhalten.

Dieser Mord ist symptomatisch für die Zunahme drogenbedingter Gewalt, die in den letzten zwei Jahren über 250 Menschenleben gefordert hat: Die Zahl der Opfer steigt, und der Staat unternimmt nichts. Dennoch war bei dem stillen Gedenkmarsch das gesamte politische Spektrum vertreten, von La France Insoumise (LFI) bis zum Rassemblement National (RN), und zahlreiche Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens waren angereist - alle nur, um sich fotografieren zu lassen.

Doch hinter der Fassade verbirgt sich ein völlig anderes Bild: Der Staat hat kein Interesse an einer aktiven Bekämpfung des Drogenhandels. Es dient sowohl als wichtige Anlaufstelle für ein größtenteils arbeitsloses Proletariat als auch als Quelle der Gewalt und liefert damit den idealen Nährboden für alle rassistischen und sicherheitsorientierten Maßnahmen.

Amine Kessaci brachte dies vor den versammelten gewählten Vertretern deutlich zum Ausdruck: "Der Staat hat uns viel zu lange im Stich gelassen. Jeder seiner Rückzugsversuche hat den Drogenhandel nur noch weiter angeheizt." Er fordert nicht mehr Polizei, sondern echte soziale Gerechtigkeit für die Arbeiterviertel - die einzige Lösung, die die Gewalt beenden kann. Nur kollektive Kämpfe können die notwendige Machtdynamik erzeugen, um diese Gerechtigkeit zu erreichen.

UCL, 24. November 2025

https://www.unioncommunistelibertaire.org/?Narcotrafic-l-Etat-complice
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