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(de) Italy, FAI, Umanita Nova #30-25 - Wenn Arbeit Armut erzeugt. ISTAT-Bericht (ca, en, it, pt, tr)[maschinelle Übersetzung]
Date
Thu, 4 Dec 2025 07:55:17 +0200
Mehr als 5,7 Millionen Menschen leben in absoluter Armut. Die Kluft
zwischen Nord und Süd wächst, doch die Armut wird zunehmend "sozialer"
und verbreiteter. Arbeiter, Arbeitslose, Rentner und ausländische
Familien gehören zu den neuen Armen der Republik Arbeit. ---- Allein
durch Arbeit lässt sich die Armut nicht überwinden. Auch eine Rente, ein
Dach über dem Kopf oder gar zwei Einkommen reichen nicht aus. Der neue
ISTAT-Bericht zur Armut in Italien zeichnet das Bild eines Landes, in
dem statistische Stabilität strukturelle Verarmung verschleiert. Im Jahr
2024 leben über 2,2 Millionen Familien (8,4 % der Gesamtbevölkerung) und
5,7 Millionen Einzelpersonen (9,8 % der Einwohner) in absoluter Armut.
Diese Zahlen bleiben formal gegenüber 2023 unverändert, offenbaren aber
eine viel tiefer liegende Realität: Armut ist kein "Randproblem" mehr,
sondern allgegenwärtig.
Armut ist nicht länger nur ein Symptom von Arbeitslosigkeit, sondern
auch von Arbeit. In Familien, in denen die Hauptbezugsperson als
Arbeiter oder in einer ähnlichen Tätigkeit beschäftigt ist, liegt die
Armutsquote bei 15,6 %; unter Arbeitslosen sogar bei über 21 %. Selbst
unter Selbstständigen ist der Anteil mit 7,4 % noch beträchtlich. Anders
ausgedrückt: Arbeit reale, prekäre und schlecht bezahlte Arbeit ist kein
Mittel zur Emanzipation mehr, sondern ein Überlebenskampf. Dies stellt
das gesamte Gesellschaftsmodell infrage, das auf dem Mythos der
"Vollbeschäftigung" als Synonym für Wohlstand beruht: Heute arbeiten die
Menschen mehr, verdienen weniger und leben in schlechteren Verhältnissen.
Armut ist eng mit regionalen und staatsbürgerschaftlichen Ungleichheiten
verknüpft. In Süditalien sind 10,5 % der Familien von Armut betroffen,
verglichen mit 7,9 % in Norditalien und 6,5 % in Mittelitalien. Die
eigentliche Kluft verläuft jedoch zwischen Italienern und Ausländern: In
Familien mit mindestens einem ausländischen Familienmitglied steigt die
absolute Armut auf 30,4 % und erreicht 35,2 %, wenn alle Mitglieder
Ausländer sind. Innerhalb von zehn Jahren hat die Armut unter
Einwanderern um zehn Prozentpunkte zugenommen. Bei ausländischen
Familien mit minderjährigen Kindern sind die Spitzenwerte dramatisch:
über 46 % in Süditalien. Es handelt sich um eine doppelte Ausgrenzung
wirtschaftliche und soziale , die institutioneller Rassismus in eine
Verurteilung verwandelt.
Nicht einmal das Alter garantiert mehr Sicherheit: In Familien mit einem
pensionierten Pflegeperson liegt die Armutsquote bei 5,8 %, steigt aber
in den südlichen Regionen und Großstädten. Nach einem Leben voller
Beiträge stehen viele Senioren vor der Wahl zwischen Heizen und Essen,
zwischen Miete und Medikamenten.
Mieterfamilien sind am stärksten gefährdet: Mehr als jede fünfte (22,1
%) lebt in absoluter Armut. Die durchschnittliche Miete für eine arme
Familie beträgt 373 EUR, fast die Hälfte des monatlichen
Mindesteinkommens. Die in den letzten zwanzig Jahren abgebaute
Wohnungspolitik hat Wohnen von einem Recht zu einem Privileg gemacht.
Im Bildungsbereich sinkt die Armut zwar mit steigendem
Bildungsabschluss, doch selbst ein Diplom bietet keine Garantie mehr:
4,2 % der Schulabgänger leben weiterhin in Armut. Noch alarmierender ist
die Situation unter Minderjährigen: 1,28 Millionen Kinder und
Jugendliche, das entspricht 13,8 % aller italienischen Minderjährigen,
leben in absoluter Armut der höchste Wert seit 2014.
Hinter diesen Zahlen offenbart sich eine zunehmend ungleiche
Gesellschaft. Der Reichtum konzentriert sich in wenigen Händen, während
Millionen vom Sozialsystem ausgeschlossen sind. Armut ist kein
individuelles Phänomen, sondern ein Produkt systemischer Gegebenheiten:
Sie entsteht durch Kürzungen öffentlicher Dienstleistungen, stagnierende
Löhne, unzureichende Renten, prekäre Arbeitsverhältnisse und die
Privatisierung von Wirtschaft und Leben.
ISTAT misst Armut in Prozent; wir sehen sie in den Gesichtern derer, die
ums Überleben kämpfen, in den Vierteln, in denen Geschäfte und Schulen
schließen, in den Familien, die jahrelang auf Sozialwohnungen warten. In
einem Land, in dem die Ungleichheit wächst, ist die eigentliche Notlage
nicht die Inflation, sondern die soziale Gerechtigkeit. Solange Arbeit
ausgebeutet wird, ist Armut kein Zufall, sondern die Regel. Und solange
die Wirtschaft dem Profit statt den Bedürfnissen dient, bleibt jede
Statistik nur eine Momentaufnahme des Elends.
Totò Caggese2
https://umanitanova.org/quando-il-lavoro-crea-poverta-rapporto-istat/
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(ca) France, UCL AL #365 - Política - Covid-19: Seis años de pandemia, ¿y ahora qué? (en, fr, it, pt, tr)[Traducción automática]
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(de) Italy, UCADI #201 - Sparsame Regierung (ca, en, it, pt, tr)[maschinelle Übersetzung]
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