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(de) Italy, Umanita Nova #28-25 - Das Erwachen der Plätze. Solidarität praktizieren (ca, en, it, pt, tr)[maschinelle Übersetzung]
Date
Tue, 18 Nov 2025 07:38:43 +0200
Von der Flotille zur Solidarität mit Palästina: Auf Italiens Plätzen
erwacht eine kollektive Stimme wieder zum Leben, eine Stimme, die die
Mächtigen zum Schweigen bringen wollen. Doch wenn sich die Gesellschaft
von unten nach oben bewegt, kehrt der Anarchismus zur gelebten Praxis
zurück. ---- Eine neue Atmosphäre weht über die Plätze, Schulen,
Arbeitsplätze und selbst die kleinsten Städte. Seit Wochen erleben wir
einen Anstieg von Märschen, Demonstrationen und Versammlungen. Es sind
keine üblichen rituellen Demonstrationen oder Partyparaden: Es sind
lebendige Räume, in denen sich Menschen in die Augen schauen,
diskutieren, streiten und gemeinsam etwas aufbauen. Es ist die Rückkehr
eines Wortes, das zu lange unter den Trümmern der Resignation begraben
schien: Selbstorganisation.
Die "Flottille" hatte mit ihrem Mut und ihrer Entschlossenheit das
Verdienst, das Schweigen zu brechen und das Bewusstsein neu zu
entfachen. Sie hat Millionen Menschen dazu gebracht, Stellung zu
beziehen, angesichts von Ungerechtigkeit nicht neutral zu bleiben,
sondern Partei zu ergreifen. Man muss sich nicht als Anarchist
bezeichnen, um zu spüren, dass diejenigen, die die Hand ausstrecken,
einen Akt der Menschlichkeit und Rebellion vollbringen, wenn eine
belagerte Bevölkerung bombardiert und ausgehungert wird. Doch für
diejenigen, die Anarchismus täglich erleben, ist diese Welle der
Beteiligung ein wichtiges Signal: Direkte Aktion wird wieder als
selbstverständlich, notwendig und gerecht wahrgenommen.
Solidarität mit Palästina ist zum Sammelpunkt für ein breiteres
Bewusstsein geworden. Auf den Straßen spürt man, dass der Krieg in Gaza
nicht nur eine ferne Tragödie ist, sondern ein Spiegel unserer eigenen
Unterdrückung: Kontrolle, Zensur, Desinformation, Polizeirepression.
Wenn Versammlungen an Universitäten verboten, Demonstranten registriert
und Solidaritätssymbole kriminalisiert werden, wird die Freiheit nicht
verteidigt: Sie wird mit Füßen getreten. Und doch füllen sich die
Straßen trotz allem.
Es ist keine romantische Rückkehr in die Vergangenheit, sondern etwas
zutiefst Neues. Die neuen Generationen warten nicht mehr auf Vermittler;
sie vertrauen Parteien und Führungspersönlichkeiten nicht mehr. Sie
gehen auf die Straße, weil sie das Gefühl haben, dass ihre Stimme nur
dort wirklich zählt. Und mit ihnen kehren Gesichter zurück, die sie
jahrelang nicht gesehen haben: die Arbeitenden, die Studierenden, die
Zukunftssuchenden, die immer Widerstand geleistet haben. Es ist ein
Zusammentreffen unterschiedlicher Erfahrungen, eine Verschmelzung, die
kollektive Stärke und Intelligenz hervorbringt.
Dieses Erwachen kommt nicht von ungefähr. Es ist das Ergebnis
jahrelanger Prekarität, wachsender Ungleichheit und eines politischen
Systems, das dem Wort "Demokratie" seine Bedeutung entzogen hat. Doch
wenn das Maß voll ist, zerbricht etwas. Die Angst zerbricht. Der Mythos
der Delegation zerbricht. Wir entdecken wieder, dass Macht von unten
herausgefordert werden kann und muss, direkt, ohne Vermittler.
In den Volksversammlungen, die in den letzten Wochen zahlreicher
geworden sind, wird die Praxis des Zuhörens, des Konsenses und des
kollektiven Aufbaus wiederentdeckt. Es gibt kein einzelnes Wort, kein
Zentrum, das entscheidet: Es gilt, das Wort zurückzuerobern. Und in
diesem kollektiven Wort findet der Anarchismus wieder Raum und
Bedeutung. Nicht als aufgezwungene Ideologie, sondern als konkrete
Praxis: Solidarität, Gegenseitigkeit, Selbstverwaltung.
Solidarität wird nicht gefordert: Sie wird praktiziert. Sie wird
demonstriert, aufgebaut, gelebt. Und wenn Tausende von Menschen
zusammenkommen, ohne auf die Erlaubnis anderer zu warten, dann ist das
direkte Aktion. Es ist der rote Faden, der die Flottille mit denen
verbindet, die streiken, die besetzen, die soziale Räume öffnen oder ein
Viertel verteidigen. Es ist das Bewusstsein, dass keine Autorität uns
jemals zurückgeben wird, was uns gehört: Wir müssen es uns gemeinsam
nehmen, mit Intelligenz und Entschlossenheit.
Heute gibt es in Italien wieder so etwas wie Hoffnung. Nicht naiv, nicht
messianisch, sondern menschlich und konkret. Es ist der Wunsch nach
Gerechtigkeit, der von unten kommt und nicht länger ignoriert werden
kann. Wenn wir ihn kultivieren und unsere Kämpfe miteinander verknüpfen
können, weht der Wind dieses Mal vielleicht nicht umsonst.
Totò Caggese
https://umanitanova.org/il-risveglio-delle-piazze-praticare-solidarieta/
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(tr) France, Monde Libertaire - Tarihin Sayfaları No. 98 (ca, de, en, fr, it, pt)[makine çevirisi]
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(de) Italy, Sicilia Libertaria #463 - SUDAN. Der vergessene Krieg (ca, en, it, pt, tr)[maschinelle Übersetzung]
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