|
A - I n f o s
|
|
a multi-lingual news service by, for, and about anarchists
**
News in all languages
Last 30 posts (Homepage)
Last two
weeks' posts
Our
archives of old posts
The last 100 posts, according
to language
Greek_
中文 Chinese_
Castellano_
Catalan_
Deutsch_
Nederlands_
English_
Francais_
Italiano_
Polski_
Português_
Russkyi_
Suomi_
Svenska_
Türkurkish_
The.Supplement
The First Few Lines of The Last 10 posts in:
Castellano_
Deutsch_
Nederlands_
English_
Français_
Italiano_
Polski_
Português_
Russkyi_
Suomi_
Svenska_
Türkçe_
First few lines of all posts of last 24 hours
Links to indexes of first few lines of all posts
of past 30 days |
of 2002 |
of 2003 |
of 2004 |
of 2005 |
of 2006 |
of 2007 |
of 2008 |
of 2009 |
of 2010 |
of 2011 |
of 2012 |
of 2013 |
of 2014 |
of 2015 |
of 2016 |
of 2017 |
of 2018 |
of 2019 |
of 2020 |
of 2021 |
of 2022 |
of 2023 |
of 2024 |
of 2025
Syndication Of A-Infos - including
RDF - How to Syndicate A-Infos
Subscribe to the a-infos newsgroups
(de) Germany, Trier, Die Platform: Redebeitrag zum Antikriegstag in Trier (ca, en, it, fr, pt, tr)[maschinelle Übersetzung]
Date
Wed, 5 Nov 2025 07:47:51 +0200
Im letzten Jahrhundert zerstörten zwei Kriege die ganze Welt. Die Grenze
des großen Mordens ist nur 100 km von diesem Ort entfernt (zeigt grob
Richtung pranger (falls die rede an der porta gehalten wird, richtung
marxstatue)). Verdun ist für immer verbunden mit der Sinnlosigkeit des
Krieges. Heute wissen wir, wie sinnlos das Töten wirklich war, wie
Menschen, Natur und Ressourcen in dem Ofen imperialer Ambitionen
verheizt wurden. Niemand heute würde sagen, dass diese Kriege gerecht
waren oder sogar gerechtfertigt.
1913, am Vorabend des 1. Weltkriegs, organisierte Rosa Luxemburg eine
Demonstration gegen den Krieg und wurde dafür für 14 Monate eingesperrt.
Wie viele, die zu dem Zeitpunkt nichts von den Schrecken des kommenden
Krieges wussten, hielten diese Strafe wohl für angemessen? Wie viele
hielten die Gewalt gegen die Kriegsgegner*innen für notwendig?
Als sich Karl Liebknecht und Erich Mühsam gegen das laufende Morden des
Krieges stemmten, wurden sie in Festungshaft gesteckt. Wie viele hielten
das wohl für gerechtfertigt um diesen ungewinnbaren Krieg zu gewinnen?
Um diesen Schrecken zu verlängern?
Nicht einmal 7 Jahre nach dem Ende des zweiten Weltkriegs organisierten
Jugendliche die "Karawane gegen Wiederaufrüstung". Dort wurde Phillip
Müller von der Polizei erschossen. Er war der erste Demonstrant, der in
der BRD vom Staat ermordet wurde und er war Antimilitarist wie wir.
Es ist nicht schwer zu sehen, im historischen Rückblick, wie recht diese
Menschen hatten. Heute sind Stiftungen des Bundes nach ihnen benannt und
Plaketten an Häusern um an sie zu erinnern. Aber ihre Mission wurde
vergessen. Denn heute ist der Kampf gegen den Krieg wieder so wichtig
wie zu ihren Zeiten.
Wenn sich aber heute Menschen gegen den Krieg auflehnen, wie erst
letztes Wochenende in Köln, könnte man meinen es sei wieder 1913. Als
Abschluss des Rheinmetall-entwaffnen Aktionscamps, bei dem Kriegstreiber
und Rüstungskonzerne blockiert wurden, fand eine Antimilitärparade
statt. Die Polizei griff diese an, kesselte über 600 Menschen und
verletzte 150, teilweise schwer. Diese Menschen sind aus den gleichen
gründen auf die Straße gegangen wie wir. Es sind unsere
Mitstreiter*innen. Ihr Kampf ist unser Kampf. Unser Kampf ist derselbe
Kampf wie 1913.
Wir wollen uns nicht mehr von diesem Staat verprügeln zu lassen. Wir
wollen nicht von diesem Staat verheizt werden, egal ob im krieg oder in
der Produktion. Wir wollen keine Kriegspropaganda, die uns erklären
will, dass wir auf der falschen Seite stehen. Wir wissen, dass wir auf
der richtigen Seite stehen, auf der Seite des Friedens, auf der Seite
der internationalen Solidarität. Wir müssen zusammen stehen, gegen die
Gewalt des Staates die kommen wird, gegen die Gewalt die heute schon da
ist. Das ist erst der Anfang. Organisiert euch, steht zusammen, denn
gemeinsam können wir nicht bezwungen werden.
Wir verachten und bekämpfen den Krieg, weil wir eine solidarische Welt
nicht nur einfordern, sondern aufbauen wollen. Unser Widerstand gegen
Aufrüstung und Wehrpflicht geht nur zusammen mit dem Widerstand gegen
die Festung Europa, Frontex und rassistische Abschiebepolitik. Deshalb
sagen wir dem BSW: verpisst euch, ihr habt auf dieser Demo nichts zu suchen!
https://trier.dieplattform.org/2025/09/13/redebeitrag-zum-antikriegstag-in-trier
_________________________________________
A - I n f o s Informationsdienst
Von, Fr, und Ber Anarchisten
Send news reports to A-infos-de mailing list
A-infos-de@ainfos.ca
Subscribe/Unsubscribe https://ainfos.ca/mailman/listinfo/a-infos-de
Archive: http://www.ainfos.ca/de
- Prev by Date:
(de) UK, ACG: ANARCHISTEN, SOZIALISTEN, HAUSBESETZER UND STREIKER: Radical History Walk durch das East End (ca, en, it, fr, pt, tr)[maschinelle Übersetzung]
- Next by Date:
(de) France, OCL CA #353 - "No Mine's Land 2025" kehrt ins Allier zurück (ca, en, it, fr, pt, tr)[maschinelle Übersetzung]
A-Infos Information Center