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(de) Italy, Umanita Nova #24-25 - Plakate der FAI 1945-2025 (ca, en, it, pt, tr)[maschinelle Übersetzung]

Date Mon, 20 Oct 2025 08:53:28 +0300


Die Plakate der FAI in Ausstellung in Carrara - Eröffnung am Sonntag, 5. Oktober um 11 Uhr, Raum ex Paretra, Via Beccheria 5 ---- Diese Ausstellung, die den Plakaten der Nationalkongresse der Federazione Anarchica Italiana (FAI) gewidmet ist, möchte die 80 Jahre einer politischen Organisation würdigen, die weiterhin aktiv ist und ihre Gründungsprinzipien mit Sorgfalt bewahrt hat. ---- Natürlich spiegeln die gezeigten Plakate - eine Stichprobenauswahl subjektiver Quellen und Selbstrepräsentationen - nicht die gesamte "Propaganda"-Tätigkeit wider, die die FAI in ihrer langen Geschichte entwickelt hat. Doch sie vermitteln ein wirkungsvolles Gesamtbild der Arbeit einer föderalistischen und libertären Organisation, die u. a. ihren Kongressversammlungen die Definition ihrer politischen Strategie anvertraut.

Die Federazione Anarchica Italiana wurde auf dem Kongress im September 1945 in Carrara gegründet, nach einer kompromisslosen Opposition gegen den Faschismus, getragen von Anarchist:innen im Exil, im antifaschistischen Widerstand, im Spanischen Bürgerkrieg, in der Verbannung, in Gefängnissen und schließlich in der Résistance gegen den Nazifaschismus. Im Italien der Nachkriegszeit stand sie vor einer völlig neuen Situation: dem Aufkommen der Republik und des demokratischen Systems, dem Ende des jahrzehntelangen antimonarchischen Engagements und der starken Einschränkung des politischen Handlungsspielraums libertärer Kräfte durch den Kalten Krieg.

Die FAI geht direkt auf die Unione Anarchica Italiana von 1920 zurück, die von Errico Malatesta und Luigi Fabbri gegründet wurde. Sie übernahm deren Programm Anarchico und große Teile der Intesa Associativa und schlug damit einen sozialen und organisatorischen Anarchismus vor.

In der Ausstellung finden sich auch Plakate zu historischen Studienkongressen, die in den letzten Jahrzehnten gefördert wurden - darunter zu jener Unione Anarchica Italiana - und die das große Interesse an der eigenen Erinnerung zeigen, um die Vergangenheit in Beziehung zur nahen Zukunft zu verstehen.

In der Nachkriegszeit war die FAI landesweit verwurzelt, mit mehreren hundert Gruppen und Zirkeln, zahlreichen regionalen und provinziellen Föderationen, rund einem Dutzend Zeitungen und Zeitschriften und zwei Wochenblättern: Il Libertario (Mailand) und Umanità Nova (Rom). Diese Präsenz ermöglichte eine weite Verbreitung ihres politischen Vorschlags, der auf soziale Transformation im kommunistisch-libertären Sinne mit internationalistischer Perspektive zielte, und gleichzeitig ein konsequentes Verhältnis zwischen Mitteln und Zielen in kollektiver Aktion bewahrte.

Die Plakate von 1945 bis Ende der 1950er Jahre zeigen das Engagement der FAI gegen imperialistische Blöcke, prangern reaktionäre Regierungspolitiken an und illustrieren starke Mobilisierungen gegen Diktaturen: sowohl die franquistische in Spanien als auch die stalinistische in Osteuropa, die 1956 mit der Invasion Ungarns kulminierte.

In diesen Jahren führte die FAI auch einen wichtigen Kampf zur Verteidigung der unmittelbaren Interessen der Volksklassen und allgemein der individuellen und kollektiven Freiheiten, die von Repression und Obskurantismus der etablierten Mächte bedroht wurden. Ihr politisches Projekt basiert auf direkter Aktion und Selbstorganisation der Kämpfe, "außerhalb jeder Wahlillusion", und bekräftigt den Wert des revolutionären Wahlboykotts für Anarchist:innen. Man darf nicht vergessen, dass das Plakat - neben der Kundgebung - in der Nachkriegszeit das wichtigste Instrument politischer Propaganda war, dank einer fesselnden visuellen Sprache.

Die zweite Gruppe von Plakaten reicht von der Mitte der 1970er Jahre bis in die Gegenwart und markiert den Übergang vom geschriebenen zum illustrierten Plakat. Gerade das libertäre '68 und das kreative '77 verliehen dem politischen Plakat ein neues, äußerst wirksames Bild sowohl in der grafischen Gestaltung als auch in den Parolen.

Die FAI nutzte mit ihrer kontinuierlichen militanten Präsenz dieses kraftvolle Kommunikationsmittel intensiv und veröffentlichte zahlreiche Plakate zu verschiedensten libertären Themen: von der Gegeninformation zur strage di Stato und Giuseppe Pinelli, den Fällen Giovanni Marini und Franco Serantini, über die Bewegungen der 1970er, 80er und 90er Jahre, Genua 2001 bis zu ökologischen, antimilitaristischen, feministischen und antiautoritären Initiativen der letzten 25 Jahre.

Bedeutende Künstler:innen, Illustrator:innen und Grafiker:innen engagierten sich in diesen "goldenen Jahren" des politischen Plakats und machten diese Poster zu kleinen Papierkunstwerken - ebenso wertvoll wie begehrt. Einige dieser Autor:innen sind in der Ausstellung vertreten, darunter Chicco Aiello, Matteo Guarnaccia, Nani Tedeschi und Stefano Raspa; letzterer illustrierte das Plakat dieser Ausstellung und jenes des Studienkongresses "Anarchismus. Eine globale und italienische Geschichte (1945-2025)" anlässlich des 80-jährigen Bestehens der FAI, Carrara, 11.-12. Oktober 2025.

Archivio Libreria Fai Reggiana (Reggio Emilia)
Archivio storico della Federazione Anarchica Italiana (Imola)

https://umanitanova.org/manifesti-della-fai-1945-2025/
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