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(de) Quebec: Medienbericht zu A20 (en)
From
I-AFD_2@anarch.free.de (FdA/IFA Hamburg)
Date
Thu, 26 Apr 2001 04:32:33 -0400 (EDT)
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## by chuck@tao.ca
Eskalierende Proteste machen den Organisatoren des Gipfels Kopfschmerzen
QUEBEC CITY, April 22 (AFP) -
Die Anfuehrer der gewaltsamen Proteste gegen den Freihandel beim Dritten
Amerikanischen Gipfel hier sagten am Sonntag, es sei ihnen gelungen,
ihren Stimmen fuer zukuenftige Handelstreffen Gehoer zu verschaffen.
"Die Aktivisten in Quebec - Arbeiter, Lehrer, Bauern, Studenten, Frauen
etc. - spiegeln das Entstehen einer Oppositionsbewegung wieder, die jetzt
groesser, diversifizierter und auf allen internationalen Gipfeln praesent
ist", sagte John Cavanagh, Direktor des Institute for Policy Studies in
Washington und einer der Organisatoren der Proteste hier.
Cirka 430 DemonstrantInnen wurden waehrend des dreitaegigen Gipfels
festgenommen, der am Sonntag zuende ging, vermeldete die Polizei. Drei
Fotograen und ein Reporter waren unter den Festgenommenen, wie eine Gruppe
meldete, die die Pressefreiheit im Auge hat.
Cirka 200 Personen wurden verletzt, darunter 46 Polizeibeamte, obwohl die
meisten Verletzungen leicht waren.
Konfrontationen zwischen Sicherheitskraeften und DemonstrantInnen
begleiteten die groessten Welthandelsgespraeche seit dem fehlgeschlagenen
Gipfel der Welthandelsorganisation in Seattle im Dezember 1999.
Folgetreffen von Weltbank und Internationalem Waehrungsfonds in Prag und
Washington erlebten auch gewalttaetige Demonstrationen, die diese Treffen
stoeren sollten.
Die DemonstrantInnen hier warfen Steine, Hockeypucks, Golfbaelle und
rissen Betonstuecke heraus bei den naechtlichen Zusammenstoessen am
Samstang, gab der Polizeisprecher Steve Desroches bekannt.
Etwa 6.700 Polizeibeamte vor Ort reagierten mit Traenengaskanistern, die
die DemonstrantInnen aufhoben und ueber den Zaun zurueckwarfen, der 3
Meter hoch und 3,8 km lang war und um die Sicherheitszone errichtet worden
war, um die 34 panamerikanischen Fuehrer beim Gipfel zu schuetzen.
Mehrere junge DemonstrantInnen, viele von ihnen selbsternannte
Anarchisten, waren in der vordersten Reihe bei den Zusammenstoessen,
waehrend Mainstream-Demonstranten friedlich waren.
Die groessten Proteste mit 30.000 Teilnehmern auf den Strassen am Samstag
gingen ohne Zwischenfall ab, da die Demonstranten vermieden, mit den
gewalttaetigeren Elementen in Verbindung zu kommen.
Die Demonstration war Teil des Volksgipfels, ein eine Woche dauerndes
Forum ueber Alternativen zur vorgeschlagenen Amerikanischen
Freihandelszone, die Nord-, Mittel- und Suedamerika umfassen wird.
"Wir wollen sicherstellen, dass die Fuehrer der Welt uns hoeren", sagte
Ben Richman, ein kanadischer Anwalt, der an der Demonstration teilnahm.
"Wir wollen, dass sie Entscheidungen treffen, von denen die Menschen
Vorteile haben und nicht nur die grossen Konzerne".
Die Proteste hatten insofern die gewuenschte Wirkung als der argentinische
Praesident Fernando de la Rua, der Gastgeber des naechsten Amerikanischen
Gipfels ist, der bis 2005 stattfinden wird, am Sonntag ankuendigte, dass
ihm Demonstrationen willkommen sein werden.
"Der naechste Gipfel, den ich die Ehre haben werde in Argentinien zu
veranstalten, wird keine Zaeune brauchen, um diejenigen draussen zu
halten, die kommen, um zu protestieren und es wird Raum fuer diejenigen
geben, die kommen, um zu applaudieren, wenn wir fuer das Wohl und den
Fortschritt aller Voelker arbeiten", sagte er.
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Uebersetzung: FdA Hamburg
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