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{Info on A-Infos}
(de) FTAA-Statement von Peltier (en)
From
I-AFD_2@anarch.free.de (FdA/IFA Hamburg)
Date
Thu, 19 Apr 2001 03:26:09 -0400 (EDT)
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A - I N F O S N E W S S E R V I C E
http://www.ainfos.ca/
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> From: "LPDC" <lpdc@idir.net>
Subject: Erklaerung von Peltier zum FTAA
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Liebe FreundInnen,
hier eine von Leonard Peltier geschriebene Erklaerung zur Unterstuetzung
der kommenden Demonstrationen gegen die Free Trade Area of the Americas.
In Solidarity,
the LPDC
ERKLAERUNG VON LEONARD PELTIER ZUR FTAA
Liebe Brueder, Schwestern, FreundInnen und UnterstuetzerInnen,
ich weiss, dass viele von euch bereits ueber FTAA, NAFTA, WTO, IWF und
Weltbank Bescheid wissen. Ich weiss, dass viele von euch hart daran
arbeiten aufzudecken, was diese Organisationen und Vereinbarungen
bezwecken und wie sie die Welt uebernehmen und Menschenrechte und Rechte
der ArbeiterInnen, Rechte der indigenen Voelker, Umweltschutz und Rechte
der Souveraenitaet ueberall dort zunichte machen, wohin sie ihren Fuss
setzen. Daher moechte ich mich auf etwas anderes beziehen - auf die
wirklichen Wurzeln des FTAA und die Moeglichkeiten, wie wir ihm Widerstand
leisten koennen.
Wo ging es mit dem FTAA los? Nicht in einem Konferenzsaal und nicht in
einem Buero. Das FTAA ist die Fortsetzung des Imperialismus, der vor
Tausenden von Jahren in Europa mit der Herrschaft ueber Indigene Voelker
begann, deren fuer die Subsistenz genutztes Land gestohlen und deren
Lebensweisen unterdrueckt wurden, damit gierige Feudalisten herrschen
konnten. Seitdem wurden Indigene Voelker immer wieder zur Unterwerfung
gezwungen, wenn sie nicht vernichtet wurden, im Namen der Zivilisation und
des Fortschritts ueberall auf der Welt. Wir sind jetzt im 21. Jahrhundert
und die Welt hat davon alles andere als profitiert. Ich brauche die
Zerstoerung der Erde nicht erklaeren, oder die ueberwaeltigende Armut und
die Kriege, die aus der Praxis resultieren, die den Profit ueber das
Ueberleben von Mutter Erde und der menschlichen Rasse stellt.
Befuerworter des FTAA wuerden es nicht wagen, ihre Politik als Formen der
Kolonisierung oder des Feudalismus zu bezeichnen, weil solche Praktiken
heute zumeist verurteilt werden. Statt dessen werden sie ihre
Handlungsweise im Namen der "Entwicklung" der "armen" Laender Mittel- und
Suedamerikas rechtfertigen. Entwicklung? Was die First Peoples auf den
amerikanischen Kontinenten brauchen ist Genesung/Erholung, nicht
Entwicklung. Eine Genesung/Erholung von derselben Kolonisierung, derselben
Herrschaft und desselben Genozids, den heute multi-nationale Konzerne
zugunsten ihrer Ziele weiterbetreiben wollen.
Wir muessen fortfahren, die Praktiken dieser Handelsorganisationen und
Handelspolitik nicht nur zu verurteilen, sondern ebenfalls in unseren
Communities sowie in anderen Laendern Mittel der Subsistenz einzufuehren
und zu unterstuetzen. Wir muessen Indigene Bewegungen wie die der
Zapatistas und der Uwa unterstuetzen, die dafuer kaempfen, ihr Land und
ihre auf Subsistenz beruhende Lebensweise behalten zu koennen. Wir muessen
die KleinbaeuerInnen und LandarbeiterInnen unterstuetzen, die ihre
Communities mit gesunder Nahrung versorgen. Wir muessen innovative
Projekte auf indianischen Reservationen, in den Innenstaedten und in den
Laendern der Dritten Welt schaffen und unterstuetzen, die Subsistenz und
bessere Lebensbedingungen foerdern.
Aber dabei muessen wir ueber die Grenzen von Rasse, Klasse,
Glaubenssystemen und Alter hinausgehen, die uns nur zu oft trennen. Wenn
wir uns nicht vereinen, werden wir einzeln besiegt, so wie sie das
American Indian Movement vernichtet haben, das so hart fuer die indigene
Souveraenitaet gekaempft hat, wie die Black Panthers, die dringend
benoetigte Programme fuer die Community aufgebaut und fuer
Selbstbestimmung gekaempft haben, wie die Bewegungen in Mittelamerika, die
Schulen, Sozialprogramme und Landreform wollten und wie die
Gewerkschaften, die fuer menschlichere Arbeitsbedingungen kaempften. Vor
allen muessen wir die Grenzen ueberwinden, die uns trennen.
Wir muessen eine globale Kultur entwicklen, die uns lehrt, sorgfaeltig
ueber die Auswirkungen nachzudenken - so wie es meine Vorfahren getan
haben -, die unsere Handlungen und Politik fuer Mutter Erde, fuer uns
selbst und fuer zukuenftige Generationen haben werden. bevor wir sie
verwirklichen. Wenn wir dies schaffen, koennen wir sicherlich gewinnen.
In the Spirit of Crazy Horse,
Leonard Peltier
Leonard Peltier Defense Committee
PO Box 583
Lawrence, KS 66044
785-842-5774
www.freepeltier.org
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Uebersetzung: FdA Hamburg
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